

Nirgendwo in der Schweiz werden mehr Äpfel produziert als im Thurgau. Gerade jetzt im Herbst, wenn sich die Obstbäume färben und es intensiv nach Äpfeln duftet, ist Hochsaison in der Apfelkammer der Schweiz.
Unzählige Obstbäume prägen die Landschaft zwischen Bodensee und Seerücken. Das milde Klima und die fruchtbaren Böden bieten ideale Bedingungen für den Apfelanbau. So hat sich der Thurgau über Generationen zum bedeutendsten Apfelkanton der Schweiz entwickelt. Über 210'000 Hochstamm-Apfelbäume, rund 1'600 Hektaren Obstfläche, etwa 200 Sorten und 40'000 Tonnen Äpfel jährlich sprechen für sich. Die Erntezeit reicht je nach Sorte von Ende August bis Oktober.
Der Thurgau trägt seinen Spitznamen «Mostindien» bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals wurden grosse Mengen Mostobst produziert und zu Apfelsaft verarbeitet. Der Begriff tauchte 1853 erstmals in einer Karikatur der Satirezeitschrift «Postheiri» auf und spielte auf den Obstreichtum sowie die östliche Lage des Kantons an. Aus dem Scherz entwickelte sich ein Name, mit dem sich die Region bis heute identifiziert.

