


Erfrischend, leicht säuerlich und vielseitig verwendbar kein Wunder, dass Rhabarber so viele Fans hat. Er wird wie Obst verwendet, zählt aber zu den Gemüsearten. Doch Rhabarber hat nicht nur geschmacklich einiges zu bieten, er ist auch reich an gesunden Inhaltsstoffen.
Es gibt grüne und rote Rhabarbersorten. Der Unterschied liegt nicht nur in der Farbe, sondern auch im Geschmack. So schmeckt grüner Rhabarber deutlich herber und säuerlicher. Daher wird er gerne herzhaft als Gemüsebeilage zubereitet und passt somit perfekt zu pikanten Gerichten wie Geflügel, Fisch oder Fleisch. Die roten Sorten sind mild und süss, deshalb eignen sie sich sehr gut für Rhabarberkompott, Rhabarbersirup, Rhabarbersaft oder feine Desserts. Grundsätzlich gilt die Faustregel: je grüner die Stangen, desto saurer; je rötlicher, desto süsser. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Blätter noch saftig und die Stangen fest und glänzend aussehen.
Rhabarber ist nährstoffreich und kalorienarm. Das Gemüse hat einen hohen Gehalt an Mineralstoffen wie Eisen, Kalzium, Kalium und Phosphor. Auch Vitamin C und Ballaststoffe wie Pektin stecken im Rhabarber. Pektin unterstützt die Verdauung und das Wachstum der gesunden Darmbakterien. Die ebenfalls im Rhabarber steckenden Anthranoide sind pflanzliche Quellstoffe, die dafür sorgen, dass mehr Flüssigkeit in den Darm gelangt. Deshalb ist Rhabarber auch ein traditionelles Hausmittel bei Verstopfung.
Rhabarber enthält viel Oxalsäure. Diese bindet wichtige Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen und Magnesium, was deren Aufnahme im Körper hemmt und ein pelziges Gefühl auf den Zähnen hinterlässt. In grossen Mengen kann die Säure Nierensteine fördern und Beschwerden wie Bauchschmerzen verursachen. Um den Säureanteil zu verringern und zu neutralisieren, wird empfohlen, die Stiele zu schälen, das Kochwasser immer wegzuschütten und Rhabarber mit Milchprodukten zu geniessen. Besonders viel Oxalsäure steckt übrigens in den Rhabarberblättern – sie dürfen daher auf keinen Fall verzehrt werden.
Frisch gekaufter Rhabarber ist schnell und einfach zubereitet. Entfernen Sie zuerst alle Blätter, harten Enden und trockenen Stellen. Waschen Sie die Stangen gründlich. Schneiden Sie dann mit einem Schälmesser das Ende einer Stange ein und ziehen Sie die Schale mit dem Finger ab. Bei jungem Rhabarber mit feinen Stängeln ist Schälen nicht notwendig. In ein feuchtes Tuch eingewickelt hält sich der Rhabarber im Kühlschrank einige Tage frisch.
Die Stangen wie gehabt putzen, waschen und trocken tupfen. Schneiden Sie nun den Rhabarber in gleich grosse Stücke. Sollten dabei Fäden entstehen, ziehen Sie diese einfach der Länge nach ab. Ein vollständiges Schälen des Rhabarbers ist nicht notwendig. Packen Sie die Stücke in einen Gefrierbeutel, drücken Sie die Luft heraus und verschliessen Sie ihn. Gefrorener Rhabarber bleibt bis zu 10 Monate frisch.
Für 1 kg Rhabarber benötigen Sie 1 Liter Wasser und 400 g Zucker. Putzen, waschen, trocknen und schälen Sie zuerst den Rhabarber. Schneiden Sie ihn dann in gleichmässig grosse Stücke. Blanchieren Sie die Stücke 5 Minuten in heissem Wasser und schütten Sie das Kochwasser dann weg. Fügen Sie Zucker zu den Stücken hinzu und mischen Sie alles gut durch. Lassen Sie den Rhabarber 15–20 Minuten. durchziehen. Dann bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Stücke weich sind. Füllen Sie den Rhabarber noch heiss in saubere Gläser und lassen Sie ihn darin langsam abkühlen. Eingekochter Rhabarber ist an einem kühlen Ort mindestens ein Jahr haltbar.
